Theatergage sollte in Biermarken ausgezahlt werden – Eine kuriose Meldung aus dem Jahr 1895

Beitrag von Bernd Thier

Quelle: Bürger Zeitung – Düsseldorfer Abend-Zeitung, Donnerstag 9. Mai 1895 (Nr. 108)

Vorbemerkung:
Inzwischen sind viele historische Bücher und selbst Tageszeitungen aus dem 19. Jahrhundert digitalisiert worden und stehen in einer Volltextsuche über diverse Bibliotheks-Portale im Internet zur Verfügung. Die sich hierbei ergebenden „Treffer“ liefern manchmal – neben wichtigen Informationen zu bestimmten Markenausgaben – auch eher beiläufige Hinweise bzw. selten auch „sehr kuriose Funde“ rund um das Thema Marken und Zeichen:

In diesem Presseartikel berichtet die Sängerin Emilie Schönfeld in der Bürger Zeitung (Düsseldorfer Abendzeitung) über einen Artikdl in der Deutschen Bühnengenossenschaft über einen kuriosen Zwischenfall in Leipzig: Dort hatte ihr – angeblich – der Direktor eines dortigen Theaters, ein Herr Hoffmeister, Kontraktbruch für ein Enagement vorgeworfen. Sie rechtfertigte diesen Vorgang damit, das ihr als Gage lediglich Biermarken angeboten worden seien. Außerdem sollte sie den ganzen Abend in seinem Restaurant verbringen. Welche Partei hier am Ende Recht bekommen hat, ist nicht überliefert, aber der Vorschlag, gerade an eine Sängerin, als Gage lediglich Biermarken zu erhalten, die sie dann ja auch nur in diesem Restaurant des Theaters hätte einlösen können, ist schon eine – für uns heute – lustige Geschichte. Man kann verstehen das Emilie Schönfeld über diese Vorgänge nicht erfreut gewesen sein dürfte.

Den Hinweis auf diese Geschichte verdanken wir Klaus-Peter Hörr.


25. April 2020

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