Neuerscheinung: Martin Sommer, Notgeld, Marken und Zeichen – Rund um den Rennsteig im Thüringer Wald (2021)

Martin Sommer, Rund um den Rennsteig. Notgeld aus Papier und Metall, Marken und Zeichen aus dem Thüringer Wald, Teil 1: Eisenach bis Bermbach. Selbstverlag des Autors, ohne Ort, 1. Auflage 2021, 316 Seiten, durchgängig farbig bebildert, Format DinA 4, Hardcover
(Preis 28 Eur) + 5 Eur für einen versicherten Versand per Hermes

Bestellung bitte direkt beim Autor Martin Sommer: rennsteig-numismatik@web.de

Das Buch von Martin Sommer richtet sich an klassische Heimatsammler, Heimatforscher und Heimatinteressierte sowie natürlich an Notgeld- und Wertmarkensammler. Der sehr aufwändig gestaltete und im Eigenverlag herausgegeben Band weist auf 316 Seiten mehrere Hundert Farbabbildungen von Geldscheinen, Münzen, Marken und diversen Papierbelegen, meist im Maßstab 1:1, auf und beschreibt daher Hunderte von Objekten.

Regional umfasst der Katalog als Teil 1 einer auf drei Bände angelegten Reihe, die Notgeld- und Wertmarkenausgaben aus Städten und Gemeinden am sogenannten Rennsteig, einem etwa 170 km langer Kamm- sowie historischen Grenzweg im Thüringer Wald. Hierbei wurde bei der Aufnahme einzelner Orte in den Katalog nicht strikt z.B. nach Landkreisen gegliedert, sondern die Nähe zum Rennsteig war zunächst ausschlaggebend. Die weiter entfernteren Orte folgen in den nächsten Bänden.

Zu den hier behandelten Orten gehören u.a. Altersbach, Asbach, Bad Liebenstein, Bermbach, Botterode, Crawinkel, Eichrodt-Wutha, Eisenach, Engelsbach, Ernstroda, Ettenhausen, Farnroda, Finsterbergen, Fischbach, Floh, Friedrichsroda, Georgenthal, Gräfenhain, Gumpelstadt, Herges, Herges-Hallenberg, Hohleborn, Kleinschmalkalden, Langenhain, Mittelstille, Möckers, Nauendorf, Niederschmalkalden, Ohrdruf, Pappenheim, Reinhardsbrunn, Rotterode, Ruhla, Sattelstädt, Schmalkalden, Schnepfenthal, Schwarzhausen, Schweina, Seebach, Seligenthal, Steinbach, Steinbach-Hallenberg, Struht, Tambach-Dietzharz, Thal, Trusetal, Überschönau, Viernau, Wahlwinkel, Waltershausen, Wenigenlupnitz und Winterstein.

Das auch optisch gelungen gegliederte und ausführliche Inhaltsverzeichnis gibt einen guten Überblick der behandelten Themenbereiche. In der Einführung wird die behandelte Region vorgestellt, es gibt eine Übersicht darüber was Not- und Ersatzgeld eigentlich ist und warum es spannend und wichtig ist, sich damit zu beschäftigen. Es folgen Spezialkapitel zu den Wasserzeichen oder zu den unterschiedlichen Kennnummern auf den Geldscheinen.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf dem Papiernotgeld aus dem Ersten Weltkrieg (Verkehrsausgaben 1914–1918), der Nachkriegszeit (Großgeld 1918–1919), den Serienscheine (1920–1921) sowie der großen Inflation (1922–1923). Erfreulich ist, dass bei den Varianten der Scheine oft mehrere Details der betreffenden Bereiche mit angebildet wurden.

Neben dem klassischen Metallnotgeld und dem Porzellannotgeld wurden auch die Münzen und Geldscheine der Kriegsgefangenenlager des Ersten Weltkriegs behandelt. Es folgen Briefmarkennotgeld und Briefmarkenkapselgeld.

Im Bereich der Wertmarken und Kontrollmarken aus Metall und Kunststoff wurden zwei Zeitschnitte unterschieden (bis 1945 und 1945–1990). Erfasst wurden Wertmarken, Biermarken, Pfandmarken, Haustrunkmarken, Strommarken, Gasmarken, Straßenbahn-Fahrmarken, Kontrollmarken, Müllmarken, Wäschemarken, Hundesteuermarken und sogar ein Glückspfennig.

Beispielseite zu den Wertmarken bis 1945

Bei dem gerade für Heimatsammler interessanten Bereich der seltenen Beleg aus Papier finden sich Gutscheine, Werbegeldscheine, Bettlergeldscheine, Konsumvereinsgutscheine, Rabattmarken, Wegegeldquittungen, Eintrittskarten, Einlasskarten, Müllmarken aus Papier, Verrechnungsmarken, Wertscheine, Essensmarken, Fahrkarten und sogar moderne Zollscheine.

Beispielseite zu den Wertmarken 1945 – 1990

Alle Bereiche wurden ergänzt durch illustrierte Briefköpfe, Werbeanzeigen aus Adressbüchern und Zeitschriften, Entwürfe von Notgeldscheinen sowie Rechnungen für Notgeldscheine aus Archivbeständen, Postkarten aus der Region, u.a. von Firmen oder Gaststätten, Karten und Zeitungsartikel. Diese wiederum liefern historische Hintergründen zu den behandelten Firmen, die hinter den Geldschein- oder Wertmarkenausgaben standen.

In einem Anhang wurden weitere Heimatbelege abgebildet, u.a. Vignetten, Schecks, Sparbücher, Lotterielose, Quittungen, Sparkarten und Aktien.

Das vorgestellte Material stammt aus der eigenen Sammlung des Autors, aus Museen, Archiven und weiteren Privatsammlungen.

Erfreulich ist, dass keine exakten preislichen Bewertungen dieser finanziell ohnehin schwierig einzuschätzenden Belege vorgenommen wurden. Es gibt lediglich eine Eingruppierung in drei Gruppen (I–III / Massenware bis sehr selten).

Die Links auf dieser Seite können nicht alle regelmäßig kontrolliert werden. Sollten Sie einen funktionslosen Link finden würde ich mich über einen Hinweis unter info@wertmarkenforum.de freuen.


30. Dezember 2021

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